Download über einen Webserver
Bei diesem Szenario erfolgt die Bereitstellung der Multimediadateien direkt über den Webserver, der auch die Website bereitstellt.
Sobald eine Webseite mit einem eingebetteten Mediaplayer angezeigt wird, werden die Mediadaten zunächst herunter geladen und erst anschließend beginnt der Player mit der Wiedergabe.
Die Art der Bereitstellung erfordert keine zusätzliche Hardware, hat aber einige gravierende Nachteile.
- Die Mediadaten können erst abgespielt werden, wenn sie vollständig über den Webserver herunter geladen worden sind.
- Es können keine Live-Inhalte bereitgestellt werden.
- Die zur Verfügung stehende Bandbreite wird nicht effektiv genutzt.
On-Demand Zugriff über einen Mediaserver
Bei diesem Szenario erfolgt die Bereitstellung der Multimediadateien über einen zusätzlichen Mediaserver.
Die Wiedergabe der Mediadaten wird komplett vom Client gesteuert.
Sobald eine Webseite mit einem eingebetteten Mediaplayer angezeigt wird, verbindet sich dieser direkt mit dem Mediaserver (Unicast) und fordert die Mediadaten als Stream an.
Nachdem einige Sekunden der Mediadatei gepuffert wurden, beginnt der Player mit der Wiedergabe.
Da der Media Player mit dem Media Server direkt kommuniziert, kann der Server die Bandbreite des gesendeten Streams an die zu Verfügung stehende Bandbreite der Verbindung anpassen.
Broadcast über einen Mediaserver als Unicast
Bei diesem Szenario erfolgt die Bereitstellung der Multimediadateien ebenfalls über einen zusätzlichen Mediaserver.
Der Unterschied zum On-Demand Zugriff ist jedoch der, dass der Media Server zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Übertragung startet, was mit einer Radioübertragung vergleichbar ist.
Unterschiedliche Clients erhalten also zur gleichen Zeit alle die gleichen Daten.
Sobald eine Webseite mit einem eingebetteten Mediaplayer angezeigt wird, verbindet sich dieser direkt mit dem Mediaserver (Unicast) und fordert die Mediadaten als Stream an.
Nachdem einige Sekunden der Mediadatei gepuffert wurden, beginnt der Player mit der Wiedergabe.
Da der Media Player mit dem Media Server direkt kommuniziert, kann der Server die Bandbreite des gesendeten Streams an die zu Verfügung stehende Bandbreite der Verbindung anpassen.
Broadcast über einen Mediaserver als Multicast
Bei diesem Szenario erfolgt die Bereitstellung der Multimediadateien ebenfalls über einen zusätzlichen Mediaserver.
Der Unterschied zum Broadcast als Unicast ist jedoch der, dass keine direkte Verbindung zwischen Media Server und Client aufgebaut wird.
Der Media Server sendet seine Daten an eine bestimmte IP-Adresse im Netzwek und die Clients empfangen die Daten, indem sie die IP-Adresse abbonieren.
Der Vorteil dieser Ausstrahlung ist, dass die Netzwerkbandbreite des Servers geschont wird, da nur ein einziger Datenstrom gesendet wird.
Unterschiedliche Clients erhalten auch hier zur gleichen Zeit alle dieselben Daten.
Vorraussetzung für diese Art der Übermittlung ist, dass alle beteiligten Router multicastfähig sind. Das dieser Punkt im Internet leider nicht immer gewährleistet ist, ist diese Übertragungsart eher was für das Intranet eines Unternehmens.
Sobald eine Webseite mit einem eingebetteten Mediaplayer angezeigt wird, abboniert der Mediaplayer die Multicast IP-Adresse und empfängt den Mediastream.
Nachdem einige Sekunden des Mediastreams gepuffert wurden, beginnt der Player mit der Wiedergabe.
Broadcast von Livebildern über einen Mediaserver
Bei diesem Szenario erfolgt die Verteilung der Mediadaten analog zu den vorherigen Broadcasts.
Während in den bisherigen Szenarios die Mediastreams jedoch auf Basis von archivierten Mediadaten bereitgestellt wurden, werden jetzt diese Mediadaten von einem zusätzlichen Rechner, dem Media Encoder, "on the fly" generiert.
Dieser Media Encoder empfängt von angeschlossener Hardware die Audio- und Videosignale und wandelt diese in einen Mediastream um.
Dieser Mediastream wird an den Media Server gesendet, der diesen dann wiederum an die Client ausstrahlt.
Der Media Encoder und der Media Server müssen nicht unbedingt, wie auf dem Bild gezeigt, über ein LAN verbunden sein. Die Kommunikation zwischen diesen beiden Rechnern erfolgt über das Protokoll "http", und ermöglicht somit auch die Verbindung durch Firwalls hindurch über das Internet.
Sobald eine Webseite mit einem eingebetteten Mediaplayer angezeigt wird, abboniert der Mediaplayer die Multicast IP-Adresse und empfängt den Mediastream.
Nachdem einige Sekunden des Mediastreams gepuffert wurden, beginnt der Player mit der Wiedergabe der Liveinhalte.